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Der Biber ist zurück

Biber 75pxDer Biber ist zurückgekehrt

Der Biber (Castor fiber) wurde durch die menschliche Verfolgung, wegen seines sehr wertvollen Pelzes, seinem Fleisch, welches hauptsächlich in der Fastenzeit gegessen wurde, und dem Bibergeil, ein Drüsensekret, das als Wunderheilmittel zahlreiche Anwendungen fand, gnadenlos gejagt und im Jahre 1813 schlussendlich auch in Tirol ausgerottet.

Als man im Jahre 1990 im Bezirk Kufstein die ersten Spuren von einem zugewanderten Biber aus Bayern entdeckte, war das Interesse, wie er sich in seinem ursprünglichen, jedoch durch Verbauungen, Regulierungen und intensiver Flächennutzung stark verändertem Lebensraum zurechtfinden würde, sehr groß.

Den überaus faszinierenden Tieren ist es von Jahr zu Jahr immer mehr gelungen wieder heimisch zu werden, und neue Feuchtgebiete und renaturierte Gewässer zu schaffen. Diese bilden wieder naturnahe Lebensräume für Vögel, Insekten, Amphibien, Reptilien und Fische.

Durch diese Aktivitäten wird erreicht, dass das Wasser langsamer abfließt, besser in das Erdreich eindringt, dadurch die Grundwasservorräte aufgefüllt, die Trinkwasserreserven gesichert und landwirtschaftliche Flächen besser mit Wasser versorgt werden. Dadurch entsteht auf natürliche Weise auch ein Hochwasserschutz.

Der Biber ist das größte Nagetier Europas und kann bis zu 130 cm lang und bis 30 kg schwer werden. Abgesehen von seinem abgeplatteten Schwanz, der Kelle, einem wesentlichen Merkmal des Bibers, ist er durch den Körperbau und seinen Sinnesorganen ideal an das Wasser angepasst und mit dem dichten, braunen Fell, mit bis zu 23.000 Haaren pro cm2, hervorragend Wärmeisoliert.

Da der Biber keinen Winterschlaf hält und mit dem Ende der Vegetationsperiode sich die Auswahl an bis zu 150 krautigen Pflanzenarten erschöpft, ernährt sich der reine Vegetarier vom Herbst bis zum Frühjahr hauptsächlich von Rinden und Knospen der vorhandenen Ufergehölze. Um aber an das zarte Astwerk in den Baumkronen zu gelangen, er aber nicht klettern kann, fällt er die Bäume mit seinen charakteristischen, ständig nachwachsenden, scharfen Nagezähnen.

Um ein weiteres unnötiges, Fällen zu verhindern, wäre es nach Möglichkeit sinnvoll, dem Biber diese Bäume bis April als Nahrungsdepot liegen zu lassen.

Biber sind sehr gesellige Tiere und pflegen ein reges Familienleben. Die Elterntiere bleiben ein Leben lang zusammen und können bis zu 15 Jahre alt werden. Im Mai/Juni werden, nach einer Tragezeit von 105 Tagen, in der Regel ein bis drei Biberbabys geboren. Das bedeute, dass die zweijährigen Biber die Familienidylle verlassen müssen, um sich ein eigenes Revier zu erschließen. Dadurch kommt es zu keiner Übernutzung des Lebensraumes, und der Biberbestand in einem bereits bestehenden Revier bleibt konstant.

Durch die Aktivitäten des Bibers kommt es aber auch vereinzelt zu Konflikten mit Gewässeranliegern und Gewässernutzern, welche bei intakten Ufergehölzstreifen vermeidbar wären.

Um Konfliktlösungen anzubieten, den Schutz der Biber zu gewährleisten, und in der Bevölkerung das Verständnis für ein nachbarschaftliches Zusammenleben mit dem Ur-Tiroler zu fördern, sind im Auftrag der Tiroler Landesregierung, Biberbeauftragte eingesetzt. ,

Biberhotline für den Bezirk Kufstein: +43 (0)699 17161087 oder

Info Broschüre unter www.tirol.gv.at/themen/umwelt/naturschutz/biberbetreuungsstelle


Schutzbestimmungen:

Der Biber ist nach europäischem Recht (FFH-Richtlinien), nach dem Tiroler Naturschutzgesetz und der Tiroler Naturschutzverordnung eine geschützte Tierart, wonach alle absichtlichen Formen des Fangens oder Tötens, jedes absichtliche Stören, insbesondere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Überwinterungs- und Wanderzeit, jedes Beschädigen oder Vernichten der Ruhestätten, wie auch der Besitz, Transport, Handel oder Austausch von Tieren verboten ist.

Auch ist sein gesamter Lebensraum als Fortpflanzungs- und Ruhestätte samt seiner Baue und Dämme geschützt.

  • Biber als Holzfäller, Foto Nairz (2)
  • Biber als Holzfäller, Foto Nairz
  • Biber im Wasser, Foto Nairz
  • Biberbau, Foto Nairz
  • Biberkelle, Foto Nairz
  • Damm, Foto Nairz
  • Großer Biber, Foto Gander Ulrike
  • Hinterpfote, Foto Nairz
  • Kleiner Biber, Foto Gander Ulrike
  • Lebensraum, Foto Nairz
  • Vorderpfote, Foto Nairz

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Tel: 05338 / 7274-0
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