FLW Bebauungsplan

 

2. Fortschreibung des
Örtlichen Raumordnungskonzeptes
der Gemeinde Breitenbach am Inn

Achtung: Antragsfrist bis 31. Oktober 2021! (Download Ansuchen um Aufnahme..)

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 20.07.2021 hat der Gemeinderat der Gemeinde Breitenbach am Inn beschlossen, das derzeit gültige Örtliche Raumordnungskonzept (ÖROK) einer zweiten Fortschreibung zu unterziehen. Das seit 2013 gültige Örtliche Raumordnungskonzept ist Voraussetzung für allfällige Umwidmungen. Die Gültigkeit dieses Konzeptes läuft mit 05.11.2023 ab. Die Festlegungen des ÖROK sind die Grundlage für den Flächenwidmungsplan und die darin festgelegten Widmungen.

 

Im Zuge der Raumordnungsarbeiten der vergangenen Jahre hat sich herausgestellt, dass die Gemeinde schon seit Jahrzehnten über große Baulandreserven verfügt, welche unter bestimmten Auflagen einer Bebauung zugeführt werden können und zukünftig auch zugeführt werden sollen.

Zur 2. Fortschreibung des ÖROK wird sich der Gemeinderat – für die weitere Entwicklung in der Gemeinde – wieder eingehend mit den raumordnungsrechtlichen Voraussetzungen befassen. Deshalb hat sich die Gemeindeführung weiterhin die Aufgabe gestellt, die zukünftigen Widmungen und auch die bereits rechtskräftig bestehenden Widmungen eingehend zu beraten und die bereits im Gemeinderat erarbeiteten Bebauungsregeln in den weiteren Raumordnungsarbeiten entsprechend zu berücksichtigen.

Damit sollen die bereits geltenden restriktiven Festlegungen und die Vertragsraum-ordnung auch weiterhin gelten und in der 2. Fortschreibung des ÖROK wiederum aufgenommen werden. Schon in der Vergangenheit haben sich die Gemeinde-führung und der bestellte Raumplaner mit diesem Thema eingehend beschäftigt und werden nun diese Arbeiten in Angriff nehmen, sodass die 2. Fortschreibung des ÖROK bis zum 05.11.2023 fertiggestellt sein sollte.

Dabei ist ein wesentliches Element eine Bestandaufnahme, aufbauend darauf erfolgen die geänderten Festlegungen für die 2. Fortschreibung des ÖROK der Gemeinde Breitenbach am Inn.
Daraus hervorzugehen haben die derzeit vorhandenen Baulandreserven aus den derzeit schon gewidmeten, aber noch nicht bebauten Grundstücken.
Jede zusätzliche Widmungserweiterung muss nach einer Entwicklungsmatrix überprüft und einer strategischen Umweltprüfung unterzogen werden. Dafür sind Fachgutachten von wesentlichen Bereichen

(wie: Wasserbau, Natur- und Umweltschutz, Forst, Straßenverwaltung, Wildbach- und Lawinenverbauung etc.) einzuholen und in der 2. Fortschreibung des ÖROK zu berücksichtigen.

TERMINPLAN

Bis Ende 2021 ist die Durchführung der schriftlichen und planlichen Bestands-aufnahme sowie die Auflistung der künftigen Entwicklungsbereiche beabsichtigt.

Neue Widmungsanträge sind daher bis 31. Oktober 2021 in der Gemeinde einzureichen.
Bereits in den letzten Jahren gestellte Anträge sind aufrecht, allerdings wird empfohlen, sich von der Gemeinde das Vorliegen bestätigen zu lassen.

Nach Vorliegen eines Entwurfes zur 2. Fortschreibung des ÖROK sind Abklärungen mit der Raumordnungsabteilung und den Fachgutachern durchzuführen, und diese Unterlagen sind sodann einer Vorprüfung durch die Rechtsabteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung zu unterziehen.
Erst nach Freigabe durch die Abt. Bau- und Raumordnungsrecht des Landes kann das Auflageverfahren in der Gemeinde – auch mit einer Gemeindeversammlung und mit einem Planer-Sprechtag – durchgeführt werden.

Beibehaltung einer restriktiven Raumordnungspolitik
in der Gemeinde Breitenbach am Inn:

Aufgrund des bestehenden Baulandüberhanges in der Gemeinde sind die gültigen restriktiven Maßnahmen beizubehalten, welche letztlich der Bevölkerung der Gemeinde dienen und der angestrebten Siedlungsentwicklung entsprechen sollen.

Festgelegte Baulandgrenzen /
Bestehende Bebauungsregeln / Vertragsraumordnung

Die im ÖROK festgelegten absoluten Baulandgrenzen sollen zukünftig nur dort ausgewiesen werden, wo diese raumordnungsfachlich unbedingt erforderlich sind.
Die bestehenden Bebauungsregeln sind auch in der 2. Fortschreibung des ÖROK der Gemeinde aufzunehmen, und die Vertragsraumordnung ist weiterhin anzuwenden.

ZUSAMMENFASSUNG

* Die 2. Fortschreibung des ÖROK, welches wiederum für weitere 10 Jahre ausnahmslos Gültigkeit haben muss, ist umfassend und gewissenhaft vorzubereiten.
* Der Raumplaner und der Gemeinderat sind mit dieser schwierigen Materie zweifelsohne gefordert, aber letztlich soll damit wiederum erreicht werden, dass die Belange der Örtlichen Raumordnung in der Gemeinde Breitenbach am Inn möglichst umfassend erarbeitet und klare Richtlinien vorgegeben werden können, wie die zukünftige Entwicklung in der Gemeinde auszusehen hat.

Der Bürgermeister:
LAbg. Ing. Alois Margreiter